Tumorschmerzen kurz erklärt: Ein Herbstblatt
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Tumor­schmerzen kurz erklärt

Über 50 Prozent der Krebsbetroffenen leiden während einer Behandlung unter Schmerzen, im fortgeschrittenen Stadium sind dies gar 75 Prozent. Und auch ein Drittel der Patient*innen, die als geheilt gelten, haben weiterhin persistierende Schmerzen. Mit einer medikamentösen Therapie können die Schmerzen in 9 von 10 Fällen jedoch gelindert werden.

Entstehung von Tumorschmerzen

Der eigentliche Tumorschmerz wird direkt durch das Krebsgeschwür ausgelöst. Einerseits verursacht das Einwachsen des Tumors im Gewebe Schmerzen und andererseits löst es Schmerz aus, wenn der Tumor in Nervengewebe einwächst. Auch Tumorwachstum im Bereich der Organe ist schmerzhaft. Im menschlichen Körper gibt es an verschiedenen Stellen eine unterschiedlich grosse Dichte an Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren). Wenn sich der Tumor in einer Region mit vielen Schmerzsensoren befindet, entsteht durch sein Wachstum ein entsprechend stärkerer Schmerz. Innerhalb der inneren Organe und im Gehirn existieren keine Schmerzrezeptoren. Deswegen werden Tumoren dort lange nicht erkannt, respektive erst, wenn sie über Organgrenzen hinauswachsen. Neben dem Primärtumor können Tumorschmerzen auch von Metastasen ausgelöst werden.

Tumorschmerzen kurz erklärt: Infografiken

Anzahl betroffene Krebspatienten

Zwei von drei Patienten*innen im fortgeschrittenen Tumorstadium haben Schmerzen.

 

Kurativ vs. symptomatisch

Die Onkologie verfolgt bei der Behandlung wenn möglich einen kurativen Ansatz, was bedeutet, dass die Bekämpfung des Tumors im Fokus steht. Bei der Schmerztherapie steht die Linderung der Symptome, also des Schmerzes, im Vordergrund.