Hautkrebs Arten kurz erklärt
Hautkrebs
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Hautkrebs ­kurz erklärt

Die Haut ist das Organ, das am häufigsten von Krebs befallen wird. Etwa jede fünfte Person über 60 Jahre hat Hautkrebs oder Vorstufen davon, wobei der Hautkrebs in den letzten Jahren auf dem Vormarsch ist. Die Schweiz hat aktuell die zweithöchste Zuwachsrate in Europa an schwarzem Hautkrebs bei Erwachsenen unter 45 Jahren.

Weisser Hautkrebs

Es gibt drei verschiedene Arten von Hautkrebs: Schwarzer Hautkrebs (Melanom), Basaliom und Spinaliom. Ältere Personen sind besonders häufig vom Basaliom betroffen. Das Spinaliom und Basaliom sind auch als weisser oder heller Hautkrebs bekannt und zählen nebst der aktinischen Keratose, einer Vorstufe von weissem Hautkrebs, zu den häufigsten Krebsarten der Haut. Weisser Hautkrebs entsteht meist lokal (ohne Ableger) aus hornbildenden Zellen und deren Vorläufern der Haut. Bei rechtzeitiger Erkennung sind sowohl das Basaliom als auch das Spinaliom gut behandelbar.

Schwarzer Hautkrebs

Das Melanom kommt weitaus seltener als die oben erwähnten Krebsformen vor, ist aber die gefährlichste Hautkrebsart. Sie entsteht aus Pigment bildenden Zellen (Melanozyten) in der Haut. Diese sind für deren Bräunung bzw. die Schutzreaktion gegen Sonnenstrahlung zuständig. Im Unterschied zu den weissen Hautkrebsarten bildet das Melanom Metastasen in anderen Organen und ist für die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit Hautkrebs verantwortlich. Auch beim schwarzen Hautkrebs gilt: Im frühen Stadium ist er gut therapierbar. Da er aber schon früh Ableger in anderen Organen bilden kann, ist eine gute Vorsorge unerlässlich.

Ursachen und Vorsorge

Andauernde UV­-Belastung durch eine übermässige Sonnenexposition ist die Hauptursache aller drei Hautkrebsarten. Als weitere Risikofaktoren kommen erblich bedingte Veranlagung, helle Haut und die Anzahl der Pigmentmale hinzu. Auch künstliche UVStrahlung in Solarien kann Hautkrebs begünstigen. Menschen mit vielen Muttermalen sollten sich selbst regelmässig nach Symptomen von Hautkrebs untersuchen und diese jährlich beim Dermatologen kontrollieren lassen.

Autorin: Catherina Bernaschina